Presse


Generalanzeiger 07.10.2022

VOREIFEL · VORGEBIRGE


                     Neun Millionen Euro für den Wiederaufbau

Meckenheim bekommt Geld vom Land NRW zur Sanierung der flutgeschädigten städtischen Immobilien


VON ALEXANDER C. BARTH


MECKENHEIM. | Lange musste die Stadt Meckenheim Geld aus dem eigenen Haushalt vorstrecken, jetzt gibt es für den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe von Juli 2021 eine verbindliche Förderzusage aus Düsseldorf. Das Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hat der Kommune einen Bescheid über rund 9,1 Millionen Euro erteilt. Die schriftliche Zusage nahm Bürgermeister Holger Jung persönlich von Ministerin Ina Scharrenbach entgegen.


„Ich freue mich, dass unser Förderantrag durch das Land Nordrhein-Westfalen nun komplett entsprechend unseres Wiederaufbauplanes bewilligt worden ist“, wird Jung in einer Pressemitteilung zitiert. Die Beseitigung der Flutschäden sei für die Stadt Meckenheim „eine Herkulesaufgabe“, für die die Verwaltung nun Planungssicherheit habe. Die bereits angelaufenen und vorfinanzierten Maßnahmen könnten jetzt weiter vorangetrieben werden.


Rund 1,6 Millionen Euro sind für den Wiederaufbau der Kita Villa Regenbogen vorgesehen, rund 1,7 Millionen Euro für die katholische Grundschule, zwei Millionen Euro für die evangelische Grundschule. Für die Sanierung der Turnhallen sind zusätzlich rund 2,5 Millionen Euro eingeplant. „Gemeinsam packen wir an und bauen wieder auf“ erklärt Scharrenbach, und in Meckenheim werde dabei jetzt „ein richtig großer Schritt“ gemacht.


Die Schützenbruderschaft Sankt Sebastianus Meckenheim hatte bereits im März 2022 rund 525.000 Euro aus dem NRW-Wiederaufbaufonds unter anderem für die Instandsetzung der Veranstaltungshalle, der Schießstände und Sanitäranlagen erhalten.


Zum Dank ist Scharrenbach zur feierlichen Wiedereröffnung der Halle am 29. Oktober als Ehrengast geladen. Die Ministerin hat zugesagt: „Es freut mich sehr, dass wir diesen so wichtigen Ort für den Sport und die Gemeinschaft in Meckenheim wieder zu neuem Leben erwecken konnten. Ich bin sehr darauf gespannt, mir das Ergebnis vor Ort anzuschauen.“


Für die finanzielle Unterstützung des Landes bedankt sich auch Bürgermeister Holger Jung. Die Stadtverwaltung ist derweil zuversichtlich, dass die evangelische Grundschule ebenso wie das Gebäude I der katholischen Grundschule bis zum Jahresende fertig saniert sein werden. Für die flutgeschädigten Turnhallen, die in eingeschränktem Umfang schon wieder von Schulen und Vereinen genutzt werden, wird die Fertigstellung aktuell bis August 2023 erwartet.

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